Über uns

Team

Unter der Leitung von Julia Malert arbeitet ein 14-köpfiges Team aus den Bereichen Sozialarbeit, Haustechnik, Nachtwache, Freiwilligendienst (FSJ/BUFDI) und einigen Aushilfen, die zusätzlich von Menschen aus der Schule- bzw. Studium mit ihrem Praktikum unterstützt werden. Dem Kernteam stehen weiterhin ehrenamtlich tätige Menschen tatkräftig zur Seite. Wir arbeiten stets im Sinne der Rotkreuz-Grundsätze und „helfen obdachlosen Menschen in Not, unabhängig von Alter, Geschlecht, Religionszugehörigkeit und Nationalität“.

Schirmherr

Prof. Dr. Rüdiger Grube, Top-Manager, Ex-Bahn-Chef und TU-Professor mit Wurzeln im Süderelberaum, ist Schirmherr des DRK-Harburg-Huus für Obdachlose. Bereits während seiner Zeit als Bahnchef engagierte er sich umfangreich für obdachlose Menschen.
„Es ist mir ein Herzensanliegen, Menschen zu helfen, die ohne unsere Hilfe kaum eine Chance haben. Mit diesem Wunsch bin ich sicherlich nicht allein und hoffe darauf, viele aktive Mitstreiterinnen und Mitstreiter für dieses großartige Harburger Projekt zu gewinnen. Eine Spende an das Harburg-Huus kann erfüllender sein als manches materielle Geschenk, zum Beispiel an feierlichen Anlässen.“

Ehrenamt

Unsere ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen leisten eine wichtige Arbeit für das Harburg-Huus und seine Gäste.
Dies besteht zum Beispiel aus der Zubereitung und der Ausgabe des Frühstücks und des Abendessens, der Planung und Begleitung diverser Aktivitäten oder auch aus der Begleitung und Unterstützung bei Behördengängen unserer Gäste.
Jeder unserer Ehrenamtlichen kann sich nach Belieben bei uns einbringen.

Für die freiwillige und unentgeltliche Unterstützung ist das DRK Harburg sehr dankbar, deshalb bieten wir unseren Ehrenamtlichen unter anderem

  • Unfall- und Haftpflichtversicherung
  • Kostenlosen DRK-Rückholdienst
  • Nachweis über das ehrenamtliche Engagement
  • Einladung zu Austauschtreffen und besonderen Ehrenamtsveranstaltungen

Wenn Sie sich engagieren möchten, kontaktieren Sie uns gerne. Gemeinsam finden wir sicher ein Ehrenamt, das zu Ihnen passt.

Haben Sie Fragen zum Ehrenamt, wenden Sie sich gern an:

Tobias Steuer
Koordinator für ehrenamtliche Sozialarbeit

Telefon 040 76 60 92 64
Mobi: 0178 660 92 92
E-Mail

Oder direkt an das Harburg-Huus
Telefon: 040 80 79 09 88

FSJ

Wir suchen derzeit einen weiteren FSJler/ eine weitere FSJlerin. Über Bewerbungen freuen wir uns.

Botschafterin für die Frauenprojekte

Seit 2021 ist Schauspielerin Merve Çakır das Gesicht der ARD-Telenovela „Sturm der Liebe“ – und ab sofort auch vom Harburg-Huus: Die Ex-Soap-Darstellerin ist Botschafterin für die Frauenprojekte. In dieser Funktion wirbt die gebürtige Hamburgerin nicht nur um Geldzuwendungen, sondern will vor allem auf die oftmals versteckte Not wohnungsloser Frauen in Hamburg aufmerksam machen. „Wegen des fehlenden Schutzes sind Frauen auf der Straße deutlich größeren Gefahren ausgesetzt als Männer. Sie sind daher in besonderem Maße auf Hilfsangebote angewiesen. Das "Harburg-Huus" ist eine der wenigen Einrichtungen in Hamburg, das hier besondere Angebote machen kann. Dafür engagiere ich mich gerne und aus vollem Herzen.“

Kuratorium

Die Mitglieder im Kuratorium sind öffentliche Botschafter für das Harburg-Huus. 
Sie sind Multiplikatoren und Kontaktpersonen zu Wirtschaft, Kultur, Hochschule, Medien …

Mit ihrer jeweiligen Fachexpertise sind sie unsere Berater und Ideengeber. In ihrer Begleitung schätzen wir sie auch als kritische Beobachter. Wo es passt, arbeiten wir gerne in Kooperationen zusammen, um das Harburg-Huus zu unterstützen.

Mitglied des Kuratoriums sind:

  • Maya Meinecke (Interior & Polsterei)
  • Sandra Becker (Sparkasse Harburg-Buxtehude)
  • Dr. Dirka Grießhaber (Save our Future)
  • Werner Pfeiffer (Fischhalle Harburg)
  • Torsten Meinberg (LOTTO Hamburg GmbH)

Die Geschichte des Harburg-Huus

„Wer in Harburg obdachlos ist, kann einfach über die Elbe in die Hamburger City fahren und da eine Unterkunft finden.“ Sätze wie diese bekam der damalige Vorstand des DRK-Kreisverbandes Hamburg-Harburg jahrelang zu hören, wenn er sich für eine Obdachlosenherberge im Bezirk Harburg stark machte.

Der Vorstand des DRK-Kreisverbandes Hamburg-Harburg e.V. blieb dennoch hartnäckig, denn er sah zunehmend mehr Obdachlose in Harburg: Menschen, die – oft zusammen mit ihren Hunden – auf der Straße, auf Parkbänken, vor Geschäften oder Hauseingängen kampierten und offensichtlich keines der in Hamburg vorhandenen Angebote für Obdachlose in Anspruch nahmen.

2017 fiel beim DRK Hamburg-Harburg schließlich der Entschluss, eine Obdachlosenherberge ohne die Zusage öffentlicher Gelder aufzubauen und durch Eigenmittel und Spenden zu finanzieren. Der nächste Schritt war die schwierige Suche nach einer geeigneten Immobilie. Kaum ein Hausbesitzer zeigte sich spontan begeistert von der Idee, eine Unterkunft für Obdachlose einziehen zu lassen. Doch zuletzt konnte ein Standort gefunden werden – in einer ehemaligen Maschinenfabrik in der Nähe zur Harburger Innenstadt und zur Außenmühle.

Sechs Monate dauerte der Umbau, bei dem im Inneren des Gebäudes kaum ein Stein auf dem anderen blieb. Die Mühe hat sich gelohnt: Das „Harburg-Huus“, wie die Herberge inzwischen getauft wurde, bietet seit Juli 2018 vier freundliche, helle Schlafzimmer mit insgesamt 12 Betten. Dazu gibt es Duschräume, Waschmaschinen, Postfächer – und einen gemütlichen Tagesaufenthaltsraum, in dem gespielt, gegessen, Kaffee getrunken und geklönt wird. Ein Team aus ehrenamtlichen Helferrinnen und Helfern und Rotkreuz-Mitarbeitenden ist Tag und Nacht an Ort und Stelle.

Das Harburg-Huus ist für Obdachlose ein Ort, an dem sie zur Ruhe kommen können – rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. Wir fragen nicht viel, wir hören einfach zu. Und wir unterstützen unsere Gäste dabei, auf längere Sicht ihr Leben neu zu ordnen. Wir erinnern sie daran, dass sie mehr sind als nur obdachlos: Sie sind auch Musikliebhaber oder Fußballfans, Gartenfreund oder Vielleserin, Sohn oder Tochter, vielleicht auch Vater, Mutter oder Großeltern.

Im Harburg-Huus erfahren unsere Gäste Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Verbundenheit. Etwas, das viele von ihnen auf der Straße schmerzlich vermisst haben. Inzwischen können wir klar belegen, dass der Bedarf für eine Obdachlosenherberge in Harburg vorhanden ist: Die 12 Betten sind nahezu jede Nacht belegt, auch der Tagestreff mit diversen Angeboten wird gut angenommen. In den ersten zwölf Monaten nach der Eröffnung gab es bereits mehr als 4.000 Übernachtungen und mehr als 2.000 Beratungsgespräche. Dabei ging es um Wohnungslosigkeit, aber auch um Themen wie Sucht, Verschuldung, Gewalt gegen Frauen, Altersarmut und Einsamkeit.

Das Harburg-Huus kann nur mit der Unterstützung von Spendern ein Ort für Obdachlose bleiben. Wir sind dankbar für jede Hilfe.

Spenden Sie jetzt oder sprechen Sie uns einfach an.

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