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Sechs Tonnen Dienstkleidung für die Kollegen in Riga

Harburger Rotes Kreuz kooperiert mit den Niederlanden und Lettland

Da die Kollegen des Niederländischen Roten Kreuzes mit neuer Dienstkleidung ausgestattet wurden, war die Frage, wer die noch neuwertigen Reserve-Bestände übernimmt? Das Lettische Rote Kreuz bekundete großes Interesse.
Doch wie sollte der Transport über die 2.000 Kilometer Entfernung geregelt werden? DRK-Vorstand Harald Krüger, dessen Kreisverband seit 13 Jahren mit dem Lettischen Roten Kreuz kooperiert, bot schnelle Hilfe an. „Es ist unseren Kollegen in Lettland logistisch nicht möglich, eine Lieferung solcher Größe zu stemmen. Das haben wir für unsere lettischen Partner gerne übernommen“, erklärt er.
Aus Harburg fuhren zwei Kollegen mit einem Lkw samt Anhänger ins niederländische Gelderland, wo Dienstkleidung wie Fleecejacken oder Arbeitshosen für Rettungseinsätze verpackt waren – insgesamt eine Ladung von 43 Kubikmetern. 500 Kilometer weiter östlich ging es mit dem schwer beladenen Fahrzeug dann in Travemünde auf die Fähre nach Liepāja an der lettischen Küste. Bis zur Hauptstadt Riga sind es von dort nur noch 200 Kilometer, die Harald Krebs und Johan Mohr vom Harburger Roten Kreuz routiniert bewältigten. Beide haben schon mehrfach Hilfstransporte nach Lettland begleitet.
Vor Ort war die Lieferung hochwillkommen: Das Lettische Rote Kreuz erhält kaum staatliche Unterstützung, betreibt 30 Gesundheitsstationen für Bedürftige und ist Träger von Sozialzentren für mittellose Menschen.
Zu der Kooperation des DRK Harburg mit Kollegen aus einem der ärmsten Länder Europas gehören persönliche Begegnungen, Fahrzeugspenden wie auch direkte finanzielle Unterstützung. Erst Ende Mai reiste der Harburger Jugendchor Gospel Train für eine Charity-Tour durch Lettland, um mit den Konzerterlösen Hilfsprojekte im Land zu unterstützen.

Bildunterschrift 1: Nach 2.000 Kilometern am Ziel: Das DRK Harburg organisierte die Route


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