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Neue Brückenbauer zwischen den Kulturen gesucht

DRK-Elternlotsen jetzt auch in Harburg-Süd

Foto: Elternlotsen und Nachbarschaftsmütter – hier 2019 bei der Übergabe der Zertifikate nach erfolgreicher Qualifikation – unterstützen Familien im Alltag. Das DRK sucht derzeit wieder Menschen mit Migrationshintergrund, die sich schulen lassen wollen.

Mit dem neuen Elternlotsen-Projekt Harburg-Süd hat das DRK konkret die Stadtteile Wilstorf, Langenbek, Sinstorf und Rönneburg im Blick. „Hier leben viele neu zugezogene Familien, so dass der Bedarf an Beratung und Begleitung auf jeden Fall vorhanden ist“, sagt Kirsten Pollkehn, zuständige Bereichsleiterin beim Harburger Roten Kreuz. „Wenn diese Familien wirkungsvoll unterstützt werden, profitieren davon alle im Stadtteil. Auch für die Lotsen selbst ist ihre Tätigkeit ein Gewinn, denn sie erfahren Wertschätzung und erweitern ihr Wissen. Manchmal finden sie später eine weiterführende Berufstätigkeit im sozialen Bereich.“
Koordiniert wird das neue Angebot in Harburg-Süd von den DRK-Mitarbeitern Jan Gefe und Ulrike Engel. „Unser Standort in der Schule Scheeßeler Kehre liegt benachbart zu den drei Wohnunterkünften Sinstorfer Kirchweg, Winsener Straße und Rotbergfeld. Wir halten Kontakt mit vielen Akteuren im Umkreis und sind eng mit den anderen DRK-Projekten verknüpft“, sagt Jan Gefe, der auch bei den Elternlotsen in Neugraben-Fischbek mitarbeitet.
Die gemeinsame Schulung für neue Elternlotsen und Nachbarschaftsmütter des DRK findet vom 16. August bis 10. September an jedem Wochentag von 9 bis 13 Uhr statt. Die Teilnehmenden lernen unter anderem wichtige Anlaufstellen wie Ämter, Beratungsstellen oder Bildungseinrichtungen kennen. Nach erfolgreicher Qualifizierung erhalten sie für ihren Einsatz ein kleines Honorar. Finanziell unterstützt wird die Maßnahme von der Sozialbehörde Hamburg und dem Bezirksamt Harburg.
„Wir sind schon sehr gespannt auf die ersten Elternlotsen aus Wilstorf, Langenbek, Sinstorf und Rönneburg“, sagt Projektkoordinatorin Ulrike Engel. „Sie können eigene Erfahrungen und Kenntnisse weitergeben und zu kulturellen und sprachlichen Brückenbauern werden.“

Wer Elternlotse werden möchte, meldet sich telefonisch bei Ulrike Engel (0176 / 17660954) oder Jan Gefe (01577 / 3645726) oder per Mail an elternlotsen-harburg-sued@drk-paedagogik.hamburg

Hintergrund
Die Nachbarschaftsmütter Neuwiedenthal sind seit 2014 aktiv und zählen damit zu den ältesten Lotsenprojekten in Hamburg. Sie wurden mit dem Harburger Integrationspreis 2015 ausgezeichnet und waren 2016 für den Deutschen Engagement Preis auf Bundesebene nominiert.
Die Elternlotsen Neugraben-Fischbek unterstützen seit Januar 2018 zugezogene Familien im Quartier. Ihr Büro befindet sich in der DRK-Wohnunterkunft für Geflüchtete „Am Röhricht“.
Die Elternlotsen Harburg-Süd befinden sich im Aufbau. Sie begleiten Familien in Wilstorf, Langenbek, Sinstorf und Rönneburg.
Insgesamt wurden bisher 70 Elternlotsen und Nachbarschaftsmütter durch das DRK Harburg qualifiziert. Derzeit im Einsatz sind 16 in Neugraben-Fischbek und 11 in Neuwiedenthal. Sie sprechen neben Deutsch insgesamt 12 weitere Sprachen. Sie kennen sich mit Angeboten für Familien in ihren Stadtteilen aus und begleiten sie bei Bedarf auch zu Terminen in Kitas, Schulen oder Behörden. Das Angebot ist für die Familien kostenlos. Die Elternlotsen und Nachbarschaftsmütter erhalten für ihre Tätigkeit ein Honorar.

 

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