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DRK-Kreisbereitschaft Harburg hat neue Leitung

Sanitäter aus Leidenschaft

Foto: Florian Peters (links) wurde zum neuen Kreisbereitschaftsleiter gewählt, Florian Dreschers zu seinem Stellvertreter.

Vor elf Jahren stieß Florian Peters zur DRK-Kreisbereitschaft, damals „als ganz normaler Anwärter ohne besondere Vorkenntnisse“, wie der inzwischen 30-jährige Industriemeister und Vater einer 14 Monate alten Tochter betont. „Es muss nämlich niemand eine Qualifizierung mitbringen, alles Nötige kann innerhalb der ehrenamtlichen Tätigkeit erlernt werden“, erklärt Peters. Die Kosten für die entsprechenden Lehrgänge werden vom DRK übernommen. Peters selbst hat sich in mehreren Schritten zum Verbandsführer und zum Rettungssanitäter ausbilden lassen. Eigentlich liege ihm der Job „auf der Straße“ mehr als die organisatorischen und administrativen Aufgaben, die nun auf ihn und seinen Stellvertreter Florian Dreschers in der Leitung zukommen. Doch viele Kolleginnen und Kollegen hatten ihn angesprochen, ob er das Ehrenamt übernehmen wolle. Das neue Leitungsduo wurde per Briefwahl für einen Zeitraum von vier Jahren gewählt. Der Kreisbereitschaftsleiter ist zugleich Mitglied des Präsidiums im DRK Harburg.
Was motiviert das neue Leitungsteam, sich ehrenamtlich in der DRK-Kreisbereitschaft zu engagieren? Neben dem Ausgleich zum Berufsleben und der Kameradschaft ist es vor allem das gute Gefühl, anderen zu helfen. Florian Peters berichtet von einem Schlüsselerlebnis: Im Sanitätsdienst bei einer großen Sportveranstaltung rettete er einem Besucher vermutlich das Leben, weil er vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes Hilfe leisten konnte. „Der Mann war gestürzt, hatte schwere Verletzungen. Einige wenige Minuten können in so einer Situation entscheidend sein.“ Zum Glück ist so ein Fall die Ausnahme, häufiger haben es die ehrenamtlichen Sanitäter mit kleinen Wundverletzungen oder Schwindelgefühlen zu tun.
Auch Florian Dreschers, im Zivilberuf Netzwerkadministrator, hat sich im DRK in mehreren Stufen zum Zugführer und Rettungssanitäter ausbilden lassen. „Viele Menschen kommen auf uns zu und bedanken sich, dass wir da sind und helfen. Aggressives Verhalten erleben wir zum Glück sehr selten.“ Der 39-Jährige ist seit neun Jahren in der Kreisbereitschaft aktiv: „Einmal dabei gewesen, nie wieder weggegangen“, schildert er augenzwinkernd seinen „Werdegang“.
Die DRK-Kreisbereitschaft Harburg verfügt über mehrere Rettungsfahrzeuge, mobile Hilfsstellen, Zelte und ein Rettungsboot. Die Einsätze finden nicht nur in Harburg, sondern in Kooperation mit anderen DRK-Verbänden in ganz Hamburg oder auch jenseits der Stadtgrenzen statt.
Die ehrenamtliche Gruppe ist grundsätzlich offen für alle Personen ab 16 Jahren. Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit sind die wichtigsten Anforderungen. Etwas mehr als ein Viertel der Mitglieder sind Frauen.
Kontakt unter Tel. 0172 / 40 11 292 oder per Mail: kbl@drk-harburg.de.

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