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DRK bietet Migrationsberatung nun auch in Wilhelmsburg an

Erste Schritte für Zuwanderer unterstützen

Foto: Migrationsberaterin Joanna Jachimczuk und Ulrich Bachmeier vom DRK Harburg

Joanna Jachimczuk berät nach vorheriger Terminvereinbarung in der Neuenfelder Straße 16d Zuwanderer auf Deutsch, Polnisch und Englisch, mit Unterstützung von Dolmetschern auch auf Arabisch, Farsi und Sorani. „Es schafft Vertrauen und macht unsere Arbeit leichter, wenn die Ratsuchenden sich in ihrer eigenen Sprache mitteilen können“, erklärt die 33-Jährige, die selbst in Polen geboren ist, seit 2004 in Deutschland lebt und mehrere Jahre Beratungserfahrung aus anderen DRK-Einrichtungen für Migranten mitbringt. Ihre Kolleginnen  Natalia Lukin und Lusine Dietsch bieten in Harburg weiterhin Beratungen in Deutsch, Englisch, Russisch und Armenisch sowie weiteren Sprachen mit Dolmetschern an.
Das Angebot richtet sich nicht nur an Geflüchtete, sondern an unterschiedliche Zielgruppen, darunter auch viele Zuwanderer aus EU-Ländern. Joanna Jachimczuk: „Unsere Klienten sind Menschen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit dauerhaft hier leben werden. Wenn wir dazu beitragen können, dass sie sich schnell integrieren, ist das ein großer Gewinn für alle.“
Dass der Beratungsbedarf steigt, zeigen auch die Zahlen: 2018 führten die Migrationsberaterinnen 1.357 „Fälle“ in ihren Beratungslisten, im Jahr davor waren es 1.169. „Dabei meint ,Fälle‘ immer Menschen in jeweils ganz individuellen Lebenslagen, die nicht nur einmalig in die Migrationsberatung kommen, sondern oft über Wochen und Monate begleitet werden“, erklärt Ulrich Bachmeier, beim DRK Harburg verantwortlich für Angebote der Migrationshilfe. „Eine Lösung, die für alle gleich passt, haben wir leider nicht zu bieten“, so Bachmeier. „Deshalb gehen die Beraterinnen auf die komplexen Lebenssituationen jedes einzelnen Ratsuchenden ein, der sich an sie wendet.“
Auch die Politik hat erkannt, dass Integration kein Selbstgänger ist, sondern qualifizierter Unterstützung bedarf. Deshalb fließen nicht nur Eigenmittel des DRK Harburg in die MBE, sondern auch  eine finanzielle Förderung des Bundes.
Momentan ist die Migrationsberatung am neuen Standort in Wilhelmsburg in den Räumen der DRK-Kita Wilma untergebracht. Nach anderen geeigneten Räumlichkeiten wird gesucht, benötigt werden ein Warte- und ein Beratungsraum. Wer von einer passenden Vermietung weiß, kann sich gern beim DRK melden (Kontakt siehe unten).

Migrationsberatung des DRK Harburg in Wilhelmsburg (Neuenfelder Straße 16d, in den Räumen der DRK-Kita Wilma): Terminvereinbarung unter Tel. 0157 / 32626609 oder per E-Mail an
J.Jachimczuk@drk-harburg.hamburg.
Migrationsberatung in Harburg (derzeit in der DRK-Geschäftsstelle, Rote-Kreuz-Str. 3-5): Terminvereinbarung unter Tel. 040 / 659151-25, offene Sprechstunde Montag und Mittwoch 9-12 Uhr, telefonisch Dienstag und Donnerstag 10-12 Uhr.

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