Kurz vor Weihnachten hatten sie die Pforten zum ersten Mal geöffnet. Anfang Januar ging dann auch das Café an den Start. “Wir haben uns mit dem Team die Zeit genommen, uns erst einmal ‘warm zu arbeiten’. Von unseren demnächst 15 festen Mitarbeitenden sind acht Inklusionskräfte. Dazu kommen noch viele Ehrenamtliche, die von Schwester Henny mitgekommen sind. Das musste sich einspielen”, erklärt Karin Bischoff, beim DRK in Harburg unter anderem als Geschäftsführerin für das “Kreuz & quer” verantwortlich.
Mittlerweile aber läuft es gut. Inzwischen kommen 100 Kunden und mehr täglich in Kaufhaus und Café, stöbern, kaufen, geben Spenden ab und trinken einen Kaffee, frühstücken oder Essen zu Mittag oder Kuchen. Auch das Fernsehen war schon da. Und DRK-Projektmanager Edvinas Kasparaitis, der das Kreuz & quer in den letzten Monaten überhaupt erst aufgebaut hat, ergänzt: “Was mich wirklich freut ist, dass wir bereits Stammkunden haben. Die kommen regelmäßig und stöbern, welche neuen Schätze wir reinbekommen haben. Schließlich ändert sich das Angebot schnell.“
Höchste Zeit also, mit den bisher Beteiligten aus der Politik und Verwaltung sowie Vertretern der Harburger Wirtschaft nun offiziell der Eröffnung zu feiern. Und das Interesse war groß. Gut 100 Gäste konnten Bischoff und ihr Team begrüßen, darunter Hamburgs neuer DRK-Landesverbands Chef Dr. Joß Steinke und sein Vorgänger Dr. Georg Kamp, die Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft, Birgit Stöver (CDU) und Matthias Czech (SPD) sowie Holger Böhm (SPD, Vorsitzender der Bezirksversammlung), Michael Hofmann (Sparkasse Harburg-Buxtehude) sowie der geschäftsführende Vorstand des DRK in Harburg, Harald Halpick und Harburgs DRK-Präsident Lothar Bergmann.
Bei aller Freude über die geglückte Eröffnung weist Kasparaitis aber noch auf eines hin: „Wir verkaufen im ‚Kreuz & quer‘ ausschließlich wirklich gut erhaltene und gespendete Waren. Wir verkaufen nichts in Kommission.“
Zudem sucht das „Kreuz & quer“ noch Mitarbeitende für das Lager. Mit und ohne Behinderung. Informationen dazu bietet das DRK auf seiner Homepage unter www.drk-harburg.hamburg
Dem Klarinettisten Louis Sturm von der Hochschule für Musik und Theater Hamburg wird übrigens eine große Zukunft vorausgesagt. Die Gäste des Empfangs konnte er bereits überzeugen.

