„Wir leisten psychosoziale Akuthilfe“, erklärt Malte Stüben. „Unsere Ehrenamtlichen betreuen Angehörige unmittelbar nach einem plötzlichen Todesfall, Augenzeugen einer Gewalttat oder schockierte Unfallbeteiligte. Wir leisten Erste Hilfe für die Seele.“ Und das immer öfter. Alarmiert wird das KIT überwiegend direkt durch die Hamburger Polizei.
Damit das DRK die Psychosoziale Akuthilfe der Hamburger Bürgerinnen und Bürger trotz der steigenden Einsatzzahlen sicherstellen kann, wurde im vergangenen Jahr die Anzahl der in Bereitschaft stehenden KIT-Mitglieder von zwei auf drei erhöht. Zusammen mit der Führungskräfte-Bereitschaft des KIT sind so nun stets mindestens vier Kriseninterventionskräfte rund um die Uhr verfügbar. Über 35.000 Bereitschaftsstunden kamen so 2025 zusammen.
Dabei besteht ein Großteil der Einsätze in der Begleitung von Polizeibeamten bei der Überbringung von Todesnachrichten und der anschließenden Betreuung der Benachrichtigten. Aber auch bei Großeinsätzen sind die DRK-Helfer vor Ort, etwa bei dem Großbrand auf der Veddel im letzten August oder sie betreuen Augenzeugen von Gewalttaten, wie etwa bei der Messerstecherei im Harburger Einkaufszentrum Phoenix-Center im Sommer letzten Jahres.
Auffällig im Jahr 2025 auch: Die Anzahl an betreuten Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist mit 241 Fällen wieder gestiegen, nachdem sie im Jahr zuvor noch von 256 Fällen deutlich auf 173 gesunken war.
Das Kriseninterventionsteam für ganz Hamburg ist Teil des DRK in Hamburg-Harburg. Es umfasst aktuell 55 Mitglieder und vier Einsatzfahrzeuge. Das Team besteht rein aus Ehrenamtlichen. Ausstattung, Qualifizierung sowie Betreuung werden aus Spenden finanziert. Wer das KIT unterstützten möchte kann dies unter www.drk-harburg.hamburg/spenden
