Immerhin den zweitgrößten Rettungsdienst der Stadt stellt der Ambulanzdienst des DRK Hamburg-Harburg, er unterhält im Auftrag der Hamburger Feuerwehr acht Wachen im gesamten Stadtgebiet. Allein im Jahr 2024 fuhr das DRK über 46.000 Einsätze, um Menschen in Not zu helfen und häufig damit auch das Leben zu retten. Dazu kommt die eigene Einsatzzentrale 19222, die im selben Jahr 123.000 Anrufe bewältigte.
Ein organisatorischer Kraftakt. Dafür braucht es hochqualitative Ausrüstung, wie die 18 modernen DRK-Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge, Notfalltransportwagen sowie Krankentransportwagen. Vor allem aber bestmöglich ausgebildetes Personal, von Notfallsanitäterinnen, Rettungssanitätern bis zu nervenstarken, den Überblick behaltenden Disponenten in der Zentrale.
Und dass hier, beim in Eidelstedt ansässigen DRK-Ambulanzdienst Hamburg vorbildlich gearbeitet wird, hat sich bis zum Internationalen Komitee des Roten Kreuzes herumgesprochen. So reiste nun eine Delegation mit Mitgliedern unter anderem aus Polen, Tschechien, Litauen aber auch Kanada, dem Libanon und Katar in Hamburg an, um sich ein Bild vom Rettungswesen zu machen. Eine weitere Besonderheit fand dabei insbesondere die Aufmerksamkeit der Delegierten: die DRK-interne Verbindung von professionellem Rettungsdienst und zumeist ehrenamtlichem Sanitätsdienst, der, ähnlich der Freiwilligen Feuerwehr, einspringt, wenn die Profis allein nicht mehr ausreichen. Etwa bei Großschadenslagen, wenn besonders viele Verletzte befürchtet werden oder bei Katastrophen. Und immer mehr im Fokus: deren Einsatz zum Bevölkerungsschutz in Krisenlagen, etwa in kriegerischen Auseinandersetzungen.
Auch hier ein Novum, das das DRK geschaffen hat: Im Harburger Stadtteil Hausbruch teilen sich ehrenamtliche Sanitäter der DRK-Kreisbereitschaft und die Profis des DRK-Ambulanzdienstes ein ganzes Wachgebäude. Zur Not geht dann hier alles Hand in Hand.
Und während die Gäste weitergereist sind zur Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz, der „Interschutz“ in Hannover, resümiert DRK-Ambulanzdienst-Geschäftsführer Jan Reichert: „Ziel war es, das System hier in Hamburg auf internationaler Ebene darzustellen. Insbesondere konnten wir aufzeigen, wie wichtig der Ambulanzdienst ist und welche Rolle die Hilfsorganisationen mit ihrer Aufgabe im Katastrophenschutz spielen - und hier besonders das DRK als größte Hilfsorganisation der Stadt. Dafür ist Hamburg vorbildlich. Das haben unsere Gäste uns auch noch einmal bestätigt.“ Reichert ist stolz darauf. Und darauf, in Hamburg nachhaltig etwas zu bewirken. Für alle Hamburgerinnen und Hamburger. Und jetzt vielleicht auch ein wenig für die Krisenregionen dieser Welt.
